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Neue Bildtechniken bei schwierigen Zeitrafferaufnahmen

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Bei Langzeit-Zeitrafferaufnahmen hat man vieles selbst in der Hand: Kameraposition, Intervall, Belichtung und den technischen Aufbau. Das Wetter lässt sich jedoch nicht planen. Bei dieser Aufnahme, die während des Übergangs von TNT zu FedEx entstand, kamen mehrere ungünstige Bedingungen gleichzeitig zusammen.

Original und bearbeitete Version gleichzeitig ansehen

Im Video unten sind beide Versionen gleichzeitig zu sehen. Oben steht das ursprüngliche Material, unten die bearbeitete Version. Beide Bilder laufen synchron, sodass die Unterschiede direkt sichtbar sind.

Oben: Originalmaterial. Unten: bearbeitete Version.

Originalbild aus der TNT-zu-FedEx-Zeitrafferaufnahme bei nebligen und wechselnden Wetterbedingungen
Originalbild
Bearbeitetes Bild aus derselben TNT-zu-FedEx-Zeitrafferaufnahme nach der Bildverbesserung
Bearbeitete Version

Wenn das Wetter nicht mitspielt

Bei diesem Projekt waren die Wetterbedingungen alles andere als optimal. Das Licht änderte sich ständig, Wolken zogen durch und regelmäßig lag tief hängender Nebel über dem Gelände. Gleichzeitig war im Bild viel Bewegung. Zusammengenommen führte das dazu, dass das Ausgangsmaterial letztlich hinter den Erwartungen zurückblieb.

Eine solche Kombination aus stark wechselndem Licht, Bewölkung und tief hängendem Nebel kommt glücklicherweise nicht oft vor. Bei einem langfristigen Zeitrafferprojekt hat man natürlich immer mit wechselnden Bedingungen zu tun, aber bei dieser Aufnahme kamen mehrere ungünstige Faktoren gleichzeitig zusammen.

Warum das bei Zeitraffer besonders sichtbar wird

Eine Zeitrafferaufnahme besteht aus einer langen Reihe einzelner Bilder, die hintereinander abgespielt werden. Unterschiede bei Helligkeit und Kontrast, die zwischen zwei einzelnen Fotos kaum auffallen, können beim Abspielen plötzlich deutlich sichtbar werden. Wenn sich Licht, Bewölkung, Nebel und die Aktivität im Bild ständig verändern, kann das Gesamtbild dadurch sehr unruhig wirken.

Bei dieser Aufnahme lag das Problem deshalb vor allem in der Abfolge all dieser Veränderungen. Das Ausgangsmaterial enthielt genügend interessante Bilder, als Zeitraffer wirkte das Ergebnis jedoch nicht so ruhig und gleichmäßig, wie wir es uns gewünscht hatten.

Mit neuen Techniken noch einmal betrachtet

Diese Aufnahmen sind mir immer im Gedächtnis geblieben. Mit den sich ständig weiterentwickelnden Möglichkeiten der Bildbearbeitung war es interessant, sie noch einmal anzusehen und zu sehen, was inzwischen möglich ist.

Deshalb haben wir das Material mit den neuesten Bildbearbeitungstechniken bearbeitet, wobei auch KI zum Einsatz kam. Ziel war nicht, die Aufnahme zu verändern, sondern störende Unterschiede zwischen aufeinanderfolgenden Bildern zu reduzieren. Vor allem die Schwankungen bei Licht und Kontrast ließen sich besser aufeinander abstimmen. Auch kleine Unterschiede zwischen einzelnen Bildern, die für zusätzliche Unruhe sorgten, konnten besser korrigiert werden.

Was die Bearbeitung bringt

Das Ergebnis zeigt noch immer dieselbe Aufnahme und dieselben Bedingungen, aber das Bild wirkt deutlich ruhiger. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Bildern ziehen weniger Aufmerksamkeit auf sich, wodurch die Zeitrafferaufnahme insgesamt besser zur Geltung kommt.

Für uns ist vor allem interessant, dass Material, das unter schwierigen Bedingungen aufgenommen wurde, am Ende deutlich besser zur Geltung kommen kann. Die Qualität des Ausgangsmaterials bleibt natürlich wichtig und nicht jede Aufnahme lässt sich auf die gleiche Weise verbessern.

Diese Aufnahme zeigt vor allem, was mit heutiger Bildbearbeitung möglich ist, wenn die Bedingungen bei einem Zeitrafferprojekt einmal nicht mitspielen.

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